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Die Vorgeschichte

zuletzt aktualisiert: 16.05.2007

Tanz um den Freiheitsbaum
Tanz um den Freiheitsbaum

Die Ereignisse von Hambach 1832 und Frankfurt 1848 haben eine Vorgeschichte, die bis in die Zeit der Französischen Revolution zurückreicht. 1792 griff die Revolution auch auf die Region am Rhein über. Erster Höhepunkt der deutschen Jakobinerbewegung war die Mainzer Republik 1792/93, die in den "Rheinisch-deutschen Nationalkonvent" mündete - das erste frei gewählte Parlament auf deutschem Boden. Allerdings war der Mainzer Republik nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Erst nachdem 1798 das gesamte linksrheinische Gebiet Teil des französischen Staates geworden war, konnte das umgesetzt werden, was schon 1792/93 gefordert worden war. Die Niederlage Napoleons markiert das Ende der französischen Herrschaft am Rhein. Im Wiener Kongress 1814/15 wurde Europa neu geordnet. Die zahlreichen Neuerungen, welche alle Lebensbereiche der Menschen betrafen, hatten allerdings den linksrheinischen Gebieten einen Entwicklungsvorsprung gegenüber den rechtsrheinischen Gebieten verliehen, den man als "rheinische Institutionen" auch unter geänderten Herrschaftsverhältnissen zu bewahren suchte. Hierin lag neben anderen Faktoren wie wirtschaftlichen Problemen ein Konfliktpotential, ohne das die Ereignisse von 1832 und 1848 nicht verständlich sind.