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Jakob Philipp Caspers (1812-1883)

zuletzt aktualisiert: 01.02.2010

Der Kaufmann Jacob Philipp Caspers wurde am 18. Dezember 1812 in Koblenz geboren. Seit 1847 war er Mitglied der Koblenzer Stadtverordnetenversammlung, des Rheinischen Provinziallandtags sowie des 1. Preußischer Vereinigten Landtags. Nachdem er im Frühjahr 1848 am Vorparlament teilgenommen hatte, war er seit dem 23. Oktober 1848 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, und zwar als Nachfolger von Franz Peter Adams, der das Koblenzer Mandat bis dahin innegehabt hatte. Caspers schloss sich der Fraktion Westendhall an, die moderat-linke Positionen vertrat. Entsprechend stimmte er gegen die Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum Kaiser der Deutschen. Seit den 1850er Jahren lebte er als Rentier von seinem Vermögen und konnte sich so ganz der Politik widmen. In den Jahren 1862/63 engagierte er sich im liberal-demokratischen „Bürgerverein“, der allerdings schon bald wieder aufgelöst wurde. Von 1862-67 saß er für die Deutsche Fortschrittspartei im Abgeordnetenhaus des Preußischen Landtags und war seit 1875 Beigeordneter in Koblenz. Er starb am 4. Juni 1883 in seiner Heimatstadt. (ss)

 

 


Literatur:

  • Heinrich Best /Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, Düsseldorf 1996, S. 114.
  • Michael Koelges: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz. Vortrag vom 30. Juni 1998 (s.u.)
  • Michael Koelges: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz. Koblenz 2008 (s.u.).