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Friedrich Daniel Bassermann (1811-1855)

zuletzt aktualisiert: 02.12.2008

Friedrich Daniel Bassermann (1811-1855)
Friedrich Daniel Bassermann (1811-1855)

Friedrich Daniel Bassermann wurde am 24. Februar 1811 in Mannheim geboren. Neben Heinrich von Gagern zählte er zu den einflussreichsten Mitgliedern des oppositionellen Hallgartenkreises um Adam von Itzstein. 1841 wurde er Abgeordneter in der badischen Zweiten Kammer. Daneben arbeitete er am Rotteck-Welckerschen „Staatslexikon“ mit und gab selbst seit 1843 die „Deutsche Zeitung“ heraus, in der sich prominente Liberale zu Wort meldeten. An der Bildung der Deutschen Nationalversammlung war er von Beginn an beteiligt. Als Leiter des Verfassungsausschusses strebte Bassermann eine kleindeutsche Einigung im Rahmen einer konstitutionellen Monarchie unter preußischer Führung an. Als dieses Modell nach der Ablehnung durch Friedrich Wilhelm IV. als gescheitert gelten musste, legte er am 21. Mai 1849 sein Mandat nieder. Zwei Jahre darauf verließ er auch die badische Zweite Kammer. Aus Verzweiflung über das Scheitern seines Lebenswerkes erschoss sich Bassermann am 29. Juli 1855. (ss)