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Ferdinand Lassalle (1825-1864)

zuletzt aktualisiert: 03.12.2008

Ferdinand Lassalle (1825-1864)
Ferdinand Lassalle (1825-1864)

Ferdinand Lassalle war einer der Gründerväter der deutschen Sozialdemokratie. 1825 als Sohn eines jüdischen Seidenhändlers in Breslau geboren, setzte er sich schon früh mit der Philosophie Hegels auseinander. In Düsseldorf beteiligte sich Lassalle 1848 an der Märzunruhen, schrieb radikaldemokratische Artikel für Marx’ „Neue Rheinische Zeitung“ und wurde deshalb zu sechs Monaten Haft verurteilt. Anders als Marx, der auf die gewaltsame Schaffung einer „Diktatur des Proletariats“ setzte, ging Lassalle davon aus, dass die Ziele der Arbeiterbewegung mit den Mitteln der Demokratie, die er als eine „Diktatur der Einsicht“ verstand, zu verwirklichen seien. Obwohl er wegen seiner Schriften und Reden immer wieder polizeilich verfolgt wurde, blieb er in Deutschland. Sein politisches Programm floss 1863 in die Satzung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ ein, aus dem später die SPD hervorgehen sollte. Lassalle starb 1864 in Genf an den Folgen eines Duells. (ss)