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Sophie Scholl (1921-1943)

zuletzt aktualisiert: 03.12.2008

Die Widerstandkämpferin Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 im schwäbischen Forchtenberg geboren. Wie ihr Bruder Hans begeisterte sie sich anfangs für die nationalsozialistische Jugendbewegung und trat dem „Bund Deutscher Mädels” bei. Doch schon bald verkehrte sich die Begeisterung beider Geschwister ins Gegenteil; Hans verbrachte kurze Zeit in Haft, weil er sich in einem alternativen Jugendbund engagiert hatte. Nach dem Abitur versuchte Sophie vergeblich, dem Arbeitsdienst zu entgehen. 1942 begann sie ein Biologiestudium in München und schloß sich gemeinsam mit Hans der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ an, die auf Flugblättern zur Sabotage des Naziregimes aufrief. Bei einer Verteilaktion an der Münchener Universität wurden die Geschwister festgenommen. Bis zuletzt hielt Sophie den Vernehmungen der Gestapo stand, gefragt, warum sie sich zum Widerstand entschlossen habe, antwortete sie: „Einer muß ja doch schließlich damit anfangen. Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen”. Sophie Scholl wurde am 22. Febuar 1943 hingerichtet. (ss)